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Der König und der Weise
 

Ein habgieriger und grausamer König, der viele Länder erobert und an sich gerissen hatte, dünkte sich als der mächtigste Eroberer. Deshalb geriet er in Zorn, als ihm die Worte eines armen Weisen zu Ohren kamen, dass ein König ohne sein Volk nicht einen Sieg erringen könnte. Der König befahl den Weisen in seinen Palast und verkündete ihm:

- "Wenn Du Deine Worte nicht beweisen kannst, wirst Du hingerichtet. Eine Nacht sei Dir zum Überlegen gegönnt."


Der Beweis für seine Behauptung gereichte dem Weisen zur Ehre: Er überbrachte dem König ein originelles Spiel, das Schachspiel, dessen Regeln überzeugend darlegen, dass ein König ohne Hilfe seiner Figuren (das Volk) keine Partie zu gewinnen vermag.


Dem König gefiel das Schachspiel so, dass er dem Erfinder vorschlug, sich eine Belohnung zu wünschen. Wie verwundert war er allerdings, als der Weise weder Gold noch Edelsteine haben wollte, sondern lediglich Weizenkörner! Genauer gesagt, der Weise verlangte ein Weizenkorn auf das erste Schlachtfeld, zwei auf das zweite, vier auf das dritte, acht auf das vierte und so fortlaufend immer das Doppelte an Weizenkörnern.
 

Der König glaubte, einige Säcke Weizen würden reichen und befahl seinen Dienern, die geforderte Weizenmenge auszurechnen. Es stellte sich jedoch heraus, dass eine solche Menge nicht vorhanden war, selbst wenn die Ernte der ganzen Welt zur Verfügung stünde. So war, wie die Legende schließt, der hochmütige Herrscher wiederum beschämt.

 

Bald verkündete aber der Vorsteher seiner Kornkammer, dass es so viele Weizenkörner nicht gebe -  9.223.372.036.854.780.000 Körner (9 Trillionen, 223 Billiarden, 36 Billionen, 854 Milliarden, 780 Millionen). 

 

Um solch eine Menge überhaupt transportieren zu können, benötigt man so viele Transporter, dass diese - hintereinander aufgestellt - 231.666-mal um die Erde reichen.

 

Jene Körnermenge reichen auch - nach Berechnungen des englischen Mathematikers Lodge, um damit ganz England bis zu einer Höhe von zehn Metern zu bedecken.

 

“Ein Güterzug mit allen Körnern, der mit 80 km/h d. h. mit 2 Waggons pro Sekunde an uns vorbeiführe, jeder einzelne mit 20 Tonnen Weizen beladen, bräuchte dazu 730 Jahre!”

 

 

Das Schachbrett und die Reiskörner

Der Erfinder des Schachspiels soll angeblich für seine Erfindung folgenden Lohn gefordert haben: Für das 1. Feld 1 Reiskorn und für jedes weitere Feld doppelt soviel Körner wie für das vorangehende Feld.

1

2

4

8

16

32

64

128

256

512

1024

2048

4096

8192

16384

32768

65536

131072

262144

524288

1048576

2097152

4194304

8388608

16777216

33554432

67108864

134217728

268435456

536870912

1073741824

2147483648

4294967296

8589934592

17179869184

34359738368

68719476736

137438953472

274877906944

549755813888

1099511627776

2199023255552

4398046511104

8796093022208

17592186044416

35184372088832

70368744177664

140737488355328

281474976710656

562949953421312

1125899906842620

2251799813685250

4503599627370500

9007199254740990

18014398509482000

36028797018964000

72057594037927900

144115188075856000

288230376151712000

576460752303423000

1152921504606850000

2305843009213690000

4611686018427390000

9223372036854780000

... Leider rechnet das Programm Excel vom 51. Feld nicht mehr mit voller Genauigkeit. Durch Rundungsfehler sind auf dem 64. Feld schließlich 4192 Körner zuviel angegeben.

>> Genau sind es auf dem 64. Feld : 9.223.372.036.854.775.808 Reiskörner.

Gelesen: neun Trillionen zweihundertdreiundzwanzig Billiarden dreihundertzweiundsiebzig Billionen sechsunddreißig Milliarden achthundertvierundfünfzig Millionen siebenhundertfünfundsiebzig Tausend achthundertundacht Reiskörner

 

Es bieten sich folgende Fragen an:

 

Antworten:

ca 18446744073709600000 Reiskörner

ca 461168601842739000 Gramm

ca 461168601842739 Kg

ca 461168601843 Tonnen

ca 855,60 Jahresproduktionen von 1994

 

Das Paradies auf Erden, das Goldene Zeitalter, ist auch aus wirtschaftlicher Sicht möglich, und die Lösung ist viel einfacher, als die Nationalökonomen es uns weismachen wollen. Prof. Wolfgang Berger erklärt hier, was wir ändern müssen, damit das Geld wieder fließt, die Arbeitslosigkeit verschwindet, die Preise sinken und wir nur noch 20 bis 30 Stunden pro Woche arbeiten müssen.

 

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